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Den Weihnachtsstern mehrjährig halten

Weihnachtsstern

Im Winter den Frühling ins Haus holen…

….das geht gut mit Pflanzen, die im Winter blühen. Amaryllis, Azaleen, Orchideen und die exotische anmutende Zimmerkalla lassen Kälte und Nebel vergessen. Allen voran der Weihnachtsstern, dem leider selten vergönnt ist, das Fest der Liebe lange zu überleben!

Das ginge auch anders: Mit guter Pflege und dem passenden Pflanzkübel kann der Weihnachtsstern auch zum nächsten Advent wieder blühen.

Den Weihnachtsstern im Pflanzkübel

Wem der Trend zur Ex-und-Hopp-Pflanze widerstrebt, muss das alljährliche Weihnachtsstern-Entsorgen nicht mitmachen. Denn eigentlich ist „Euphorbia pulcherrima“ eine mehrjährig blühende Pflanze, die in südlichen Regionen zu drei Meter hohen Bäumchen heran wachsen kann. Ursprünglich stammt sie aus Mittel- und Südamerika und wird in Mexiko „Feuerblume“ genannt.

Mit ein bisschen Geduld und der richtigen Pflege ist es durchaus möglich, den Weihnachtsstern über Jahre im Kübel zu halten und sich jedes Jahr erneut über die roten „Blüten“ zu freuen. Manche Exemplare zeigen ihre Schmuckblätter sogar über viele Monate. Es sind nämlich nur Blätter, die durch ihre knallige Farbe Bestäuber anlocken sollen. Die eigentlichen Blüten sind eher klein und unscheinbar.

Wer den Weihnachtsstern über mehrere Jahre halten will, muss ihm auch das Wachstum „in Richtung Baum“ ermöglichen. Also im ersten Frühjahr zum Ende der Ruhephase raus aus dem Minitopf und rein in einen richtigen Pflanzkübel, der den Wurzeln Raum gibt. Das muss nicht gleich ein Mega-Kübel sein, besser man lässt den Kübel „mitwachsen“ und topft jedes Jahr in eine Größe um, die dem Wachstum der Pflanze entspricht – immer so zwei Zentimeter mehr Durchmesser reicht gut aus! Da der Weihnachtsstern als Zimmerpflanze im Innenbereich gehalten wird, ist die Auswahl passender Pflangefäße groß: alle Materialien sind möglich, farblich harmonieren schwarze und weiße Kübel besonders gut mit den roten Blätter des Weihnachtssterns.

Hier zwei besonders schicke Kübel in Schwarz und Weiß – mit einem tollen Hochglanz:

Pflanzkübel schwarz und weiß

Den Weihnachtsstern richtig pflegen

Der Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen, führt also einen Saft im Gewebe, der vor Fraßfeinden schützen soll und bei Hautkontakt auch mal Allergien auslösen kann. Wer der Pflanze also „zu Leibe rücken“, sie teilen, beschneiden oder umtopfen will, ist mit Küchenhandschuhen auf der sicheren Seite.

Da der Weihnachtsstern aus Ländern mit hoher Lichtintensität stammt, liebt er auch als Kübelpflanze helle Standorte, z.B. im Wintergarten oder direkt am Fenster. Die Temperaturen sollten nicht stark schwanken, sondern eher gleichmäßig über 18 Grad liegen, gerne auch wärmer – eigentlich genau richtig für Wohnräume! Wird es für die Pflanze zu kalt, lässt sie die Blätter hängen oder wirft sie ganz ab.

Die Pflanze sollte gleichmäßig feucht, aber nicht nass gehalten werden. Auf Lichtmangel und zu hohe oder geringe Bodenfeuchtigkeit reagiert der Weihnachtsstern mit dem Vergilben der Blätter. Man gießt und sprüht am besten mit lauwarmem Wasser. Allerdings: auch bei bester Pflege benötigt er eine Ruhephase, verliert also irgendwann seine schöne Färbung, bzw. lässt Blätter fallen. Die beste Ruhezeit ist von Februar bis April, während der man nur wenig Wasser gibt. Im Mai schneidet man den Weihnachtsstern dann auf 15 cm zurück, setzt ihn in frische Erde und erhöht nach und nach auch die Wassergaben. Das Wachstum setzt nun schnell wieder ein, was man über den Sommer bzw. von Juni bis Oktober mit zweiwöchentlichen Volldüngergaben (2 – 3 g pro Liter Gießwasser) unterstützt.

Rote „Blüte“ nicht immer pünktlich

Den Impuls zur Ausbildung der starkfarbigen „Blüten“ bekommt der Weihnachtsstern, wenn das Tageslicht abnimmt. In unseren Breitengraden ist das ab Mitte September der Fall, ab diesem Zeitpunkt beginnt auch die Blütenbildung, wenn ansonsten alles stimmt. Ob die Blüte allerdings immer punktgenau zum Advent komplett ist, ist nicht sicher. Um das zu erreichen, bedienen sich Gärtnereien einer sehr genauen Lichtführung, die die Pflanzen 12 Stunden im Dunkeln stehen lässt. Im normalen Haushalt ist das kaum zu realisieren, doch ist diese Pünktlichkeit vielen „Heimgärtnern“ und Pflanzenfreundinnen auch nicht so wichtig. Dafür hält die Pracht evtl. deutlich länger, die Pflanze wird größer und bald sieht man ihr an, dass es keine gewöhnliche Massenware ist.

Tipp gegen Schädlinge: Da sich gerne weiße Fliegen und andere Blattsauger am Weihnachtsstern zu schaffen machen, lohnt es sich, vorbeugend Lizetan-Stäbchen in die Erde zu stecken.

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Titelbild: Ingrid Kranz / Pixelio.de

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